Die Kunst des Lebens lernen

Blaschke, Ronald: Die Kunst des Lebens lernen, 2010 (in: Sachsens Linke, Linke Zeitung mit Beiträgen aus Politik, Wirtschaft, Kultur. Parteiisch, politisch, unbequem, Maiausgabe 2010, S. 1)

Die Vorschläge von Rechten bis Linken zur Ankurbelung und antizyklischen Stabilisierung der Wirtschaft, die auf den Theorien von John Maynard Keynes fußen, kennt fast Jede/r. Keynes hat aber weiter gedacht: „Wir werden wieder diejenigen ehren, die uns lehren, der Stunde und dem Tage tugendhaft und gut gerecht zu werden, jene köstlichen Menschen, die zu einem unmittelbaren Genuß der Dinge fähig sind, die Lilien des Feldes, die sich nicht mühen und die nicht spinnen.“

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Grundeinkommen und Tätigkeitsgesellschaft. Gedanken über eine alternative Gesellschaft

Blaschke, Ronald: Grundeinkommen und Tätigkeitsgesellschaft. Gedanken über eine alternative Gesellschaft, 2010 (Vortrag in Seoul, Basic Income International Conference, Ende Januar 2010)

Ich werde im Folgenden eine mögliche Entwicklung einer Gesellschaft skizzieren, die vor folgendem Problem steht: Die weitgehend globalisierte kapitalistische Produktionsform ist aktuell mit drei Krisen beschäftigt – mit einer Wirtschaftskrise, die insbesondere eine Überproduktionskrise und Krise des globalisierten Finanzkapitals ist, einer Energie- und Umweltkrise und einer Sinnkrise hinsichtlich der primären Vergesellschaftung durch Erwerbs- und Lohnarbeit. Auf diese drei grundlegenden Krisen gibt es eine grundlegende Antwort: Es ist Zeit, dass der Mensch sich seiner primären Fähigkeit bewusst wird, nämlich seine Vernunft einzusetzen. Vernunft meint, sich darüber Gedanken zu machen, Ob, Was und Wie gesellschaftlich produziert und konsumiert werden kann und sollte. Normativ kann sich dabei an grundlegenden Werten orientiert werden: Pluralität der menschlicher Lebens- und Sinnvollzüge, individuelle Freiheit und freie Fähigkeitsentwicklung sowie ökonomische, soziale und ökologische Nachhaltigkeit der Produktion und Konsumtion. Vor diesem Hintergrund sollen die Überlegungen um das Grundeinkommen und eine Tätigkeitsgesellschaft angestellt werden.

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Will das Argument, das Grundeinkommen sei ein Kombilohn, Sozialabbau legitimieren?

Blaschke, Ronald: Will das Argument, das Grundeinkommen sei ein Kombilohn, Sozialabbau legitimieren? 2008

Oft wird von GegnerInnen des Bedingungslosen Grundeinkommens – insbesondere von hauptamtlichen Gewerkschaftsfunktionären, aber auch von einigen Linken – die Behauptung aufgestellt, das Grundeinkommen sei ein Kombilohn. Dazu einige Bemerkungen, die die Hintergründe derartiger Behauptungen erkunden wollen. (…)

Solidarische Ökonomie und Bedingungsloses Grundeinkommen

Blaschke, Ronald: Solidarische Ökonomie und Bedingungsloses Grundeinkommen, 2008 (erschienen in  Gottschlich, Daniela ; Rolf, Uwe ; Werning, Rainer ; Wollek, Elisabeth (Hg.): Reale Utopien. Perspektiven für eine friedliche und gerechte Gesellschaft, Köln 2008, S. 82-95)

Das Interesse am Thema Solidarische Ökonomie ist seit den Entwicklungen in Lateinamerika und seit dem Berliner Kongress zur Solidarischen Ökonomie im November 2006 gestiegen. Im folgenden Beitrag sollen das Verständnis der Solidarischen Ökonomie und der Zusammenhang von Bedingungslosem Grundeinkommen und Solidarischer Ökonomie diskutiert werden. Es wird die grundlegende These vertreten, dass erst ein Bedingungsloses Grundeinkommen die Potenziale der Solidarischen Ökonomie zur Entfaltung bringen kann.

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Das Grundeinkommen – Grund genug, um über die Arbeit und das Menschliche nachzudenken

Blaschke, Ronald: Das Grundeinkommen – Grund genug, um über die Arbeit und das Menschliche nachzudenken, 2007 (erschienen in Das Blättchen, Zweiwochenschrift für Politik, Kunst und Wirtschaft, Heft 24, 2007)

Heerke Hummel, der im Blättchen Nr. 22 vom 2. deutschsprachigen Grundeinkommenskongress in Basel berichtete, ist grundsätzlich gegen das Grundeinkommen: Dessen BefürworterInnen würden die Bedeutung der Arbeit missachten. Zumindest das, was Heerke Hummel für Arbeit hält. Engels hat sie wie Marx als „erste Grundbedingung alles menschlichen Lebens“ bezeichnet, die „den Menschen selbst geschaffen“ hat. Dies ist eine philosophische Erklärung der Arbeit als Selbsterzeugung des Menschen. Die Bearbeitung der äußeren gegenständlichen Natur schafft eine gegenständliche Welt – und der Mensch macht sich (als Mensch und Gemeinwesen) selbst zum Gegenstand.

Hummel folgt aber nicht dieser Logik, die der junge und der alte Marx mit der Analyse und Kritik der entfremdeten Arbeit konfrontierte.

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