Grundeinkommen

Weniger Zwang, mehr Freiheiten, mehr Verantwortung und Entschleunigung

Grundeinkommen: Weniger Zwang, mehr Freiheiten, mehr Verantwortung und Entschleunigung (Beitrag in Der Rabe Ralf, Februar/März 2018, Seite 1 und 4, Zeitschrift der GRÜNEN LIGA, Landesverband Berlin)

Das Grundeinkommen ist eine Geldzahlung des politischen Gemeinwesens an alle Menschen, das die Existenz sichern und die gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen soll. Es ist ohne eine sozialadministrative Bedürftigkeitsprüfung und ohne einen Zwang zu Arbeit oder zu einer anderen Gegenleistung individuell garantiert: Das Grundeinkommen ist faktisch das Gegenteil von Hartz IV.

In Deutschland kann von einer notwendigen Grundeinkommenshöhe von etwa 1.100 Euro netto ausgegangen werden. Wer keine weiteren Einkommen erzielt, ist kostenfrei bei der Kranken- und Pflegeversicherung abgesichert. Zu dem Grundeinkommen können weitere Einkommen hinzukommen, wie zum Beispiel Erwerbseinkommen oder Nachteilsausgleiche bei chronischer Krankheit oder bei Behinderung.

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Grundeinkommensdebatte in Deutschland und grundsätzliche Überlegungen

Blaschke, Ronald: Grundeinkommensdebatte in Deutschland und grundsätzliche Überlegungen, 2010 (Vortrag am 27. Januar 2010 in Seoul, Sogang University, Basic Income International Conference 2010, in: Basic Income Korean Network: Basic Income for All!, Seoul 2010, S. 215-235)

Ich möchte im Folgenden eine kurze Darstellung der Debatte über ein Grundeinkommen in Deutschland seit ca. 30 Jahren geben sowie grundlegende Fragestellungen und Antworten dieser Debatte festhalten.
Dabei werden erstens politische Akteure1 in der Grundeinkommensdebatte in Deutschland aufgelistet und deren Positionen zum Grundeinkommen kurz erläutert. Zweitens werden widersprüchliche Ansätze anhand ausgewählter konkreter Begründungs- und Ausgestaltungsmerkmale für ein Grundeinkommen oder für ähnliche Transfers verdeutlicht, die in Deutschland diskutiert werden. Vor diesem Hintergrund soll zum Abschluss auf grundlegend zu beantwortende Fragen in der Grundeinkommensdebatte hingewiesen werden.

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oikos und grundeinkommen. Ansprüche an Transformation und Emanzipation

Blaschke, Ronald: oikos und grundeinkommen. Ansprüche an Transformation und Emanzipation, 2008 (erschienen in Biedenkopf, Kurt ; Dahrendorf, Ralf ; Fromm, Erich , Hosang, Maik (Hg.), Kelly, Petry  u. a.: Klimawandel und Grundeinkommen. Die nicht zufällige Gleichzeitigkeit beider Themen und ein sozialökologisches Experiment. München 2008, S. 105-118)

Zuerst soll an den Zusammenhang von Ökologie (Beziehung zwischen Organismus und natürlicher/sozialer Umwelt), Ökumene (Menschengemeinschaft) und Ökonomie (Haushalt) erinnert werden. Den Begriffen zugrunde liegt das griechische Wort oikos, das Haus. (…)

Solidarische Ökonomie und Bedingungsloses Grundeinkommen

Blaschke, Ronald: Solidarische Ökonomie und Bedingungsloses Grundeinkommen, 2008 (erschienen in  Gottschlich, Daniela ; Rolf, Uwe ; Werning, Rainer ; Wollek, Elisabeth (Hg.): Reale Utopien. Perspektiven für eine friedliche und gerechte Gesellschaft, Köln 2008, S. 82-95)

Das Interesse am Thema Solidarische Ökonomie ist seit den Entwicklungen in Lateinamerika und seit dem Berliner Kongress zur Solidarischen Ökonomie im November 2006 gestiegen. Im folgenden Beitrag sollen das Verständnis der Solidarischen Ökonomie und der Zusammenhang von Bedingungslosem Grundeinkommen und Solidarischer Ökonomie diskutiert werden. Es wird die grundlegende These vertreten, dass erst ein Bedingungsloses Grundeinkommen die Potenziale der Solidarischen Ökonomie zur Entfaltung bringen kann.

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Ökologie, Transformation und Emanzipation

Blaschke, Ronald: Ökologie, Transformation und Emanzipation, 2007 (ergänzte Fassung des Beitrages im Neuen Deutschland vom 06.07.2007)