Denk’mal Grundeinkommen! Geschichte, Fragen und Antworten einer Idee

Blaschke, Ronald: Denk’mal Grundeinkommen! Geschichte, Fragen und Antworten einer Idee, 2010 (in: Blaschke, Ronald ; Otto, Adeline ; Schepers, Norbert (Hrsg.): Grundeinkommen: Geschichte – Modelle – Debatten. Berlin 2010, S. 9-292)

Begriff des Grundeinkommens, Geschichte der Idee, Protagonist/-innen, verschiedene Themenbereiche im Zusammenhang mit dem Grundeinkommen

Basic Income versus Minimum Income Guarantee

Blaschke, Ronald: Basic Income versus Minimum Income Guarantee, 2010 (Lecture in Seoul, January 2010, Sogang University, Basic Income International Conference 2010, in: Basic Income Korean Network: Sustainable Utopia and Basic Income in Global Era, Seoul 2010, pp 63-73)

I would like to share with you today a number of thoughts on the subject of a “basic income” versus a “minimum income guarantee”. I will begin by defining the two terms, setting out what they have in common and what separates them. Then I will examine the fundamental criticisms of a minimum income guarantee. Finally, I will address the advantages of a basic income (UBI strong) compared to a minimum income guarantee.

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Grundeinkommen versus Grundsicherung

Blaschke, Ronald: Grundeinkommen versus Grundsicherung, 2010 (Vortrag am 28. Januar 2010 in Seoul, Sogang University, Basic Income International Conference 2010, in: Basic Income Korean Network:
Sustainable Utopia and Basic Income in Global Era, Seoul 2010, S. 63-73)

Im Folgenden möchte ich einige Gedanken zum Thema Grundeinkommen versus Grundsicherung vortragen. Zuerst werde ich beide Begriffe definieren. Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden dargestellt. Danach sollen grundsätzliche Kritiken an der Grundsicherung dargelegt werden. Begründet werden sollen drittens die Vorzüge eines Grundeinkommens (UBI strong) gegenüber der Grundsicherung.

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Grundeinkommensdebatte in Deutschland und grundsätzliche Überlegungen

Blaschke, Ronald: Grundeinkommensdebatte in Deutschland und grundsätzliche Überlegungen, 2010 (Vortrag am 27. Januar 2010 in Seoul, Sogang University, Basic Income International Conference 2010, in: Basic Income Korean Network: Basic Income for All!, Seoul 2010, S. 215-235)

Ich möchte im Folgenden eine kurze Darstellung der Debatte über ein Grundeinkommen in Deutschland seit ca. 30 Jahren geben sowie grundlegende Fragestellungen und Antworten dieser Debatte festhalten.
Dabei werden erstens politische Akteure1 in der Grundeinkommensdebatte in Deutschland aufgelistet und deren Positionen zum Grundeinkommen kurz erläutert. Zweitens werden widersprüchliche Ansätze anhand ausgewählter konkreter Begründungs- und Ausgestaltungsmerkmale für ein Grundeinkommen oder für ähnliche Transfers verdeutlicht, die in Deutschland diskutiert werden. Vor diesem Hintergrund soll zum Abschluss auf grundlegend zu beantwortende Fragen in der Grundeinkommensdebatte hingewiesen werden.

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Globale Soziale Rechte als Globale Politische Rechte der WeltbürgerInnen und das Bedingungslose Grundeinkommen

Blaschke, Ronald: Globale Soziale Rechte als Globale Politische Rechte der WeltbürgerInnen und das Bedingungslose Grundeinkommen, 2008  (erschienen in Klautke, Roland ; Oehrlein, Brigitte (Hg.): Globale Soziale Rechte. Zur emanzipatorischen Aneignung universaler Menschenrechte, Hamburg 2008, S. 56-74)

1. Was politisch getan werden kann, muss zuvor gedacht werden können

Hannah Arendt legte in ihrem Buch „Vita activa oder Vom tätigen Leben“ dar, dass die tätigste menschliche Aktivität das Denken sei. Gemeint ist Denken nicht als Funktion des Gehirns oder als wissenschaftliches Tun um Fakten, sondern als Reflektieren von Welt- und Sinnhaftigkeit menschlichen Daseins. Nun mögen bestimmte gesellschaftliche Verhältnisse zu bestimmten Gedanken drängen. Diese müssen dennoch gedacht (zerlegt, kombiniert, geprüft) werden. Darüber hinaus kann utopisches Denken aufzeigen, dass ein Jenseits zur heutigen Verfasstheit der Welt bereits als Möglichkeit im Diesseits zu finden ist und erkundet, wie die Möglichkeit zur Wirklichkeit werden kann. (…)

Deutsche Zustände 2007 – Ökonomistischer Sozialdarwinismus und die Antworten des Konzepts Bedingungsloses Grundeinkommen

Blaschke, Ronald: Deutsche Zustände 2007 – Ökonomistischer Sozialdarwinismus und die Antworten des Konzepts Bedingungsloses Grundeinkommen, 2008 (erschienen auch im Februar 2008 unter www.grundeinkommen.de)

Am 13. Dezember 2007 stellte der Bielefelder Sozialwissenschaftler Wilhelm Heitmeyer neue Ergebnisse einer Langzeitstudie über gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit vor. Im WDR definierte Heitmeyer: „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit bedeutet, dass Menschen allein aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit und nicht aufgrund ihres individuellen Verhaltens in den Abwertungsfokus hineingeraten. Der Kern dabei ist eine Ideologie der Ungleichwertigkeit. Es werden unterschiedliche Kategorien von Wertigkeit eingeführt. Das ist gefährlich, weil dadurch die Schwelle der Gewaltanwendung gegen Minderheiten abgesenkt wird. (…)