Denk’mal Grundeinkommen! Geschichte, Fragen und Antworten einer Idee

Blaschke, Ronald: Denk’mal Grundeinkommen! Geschichte, Fragen und Antworten einer Idee, 2010 (in: Blaschke, Ronald ; Otto, Adeline ; Schepers, Norbert (Hrsg.): Grundeinkommen: Geschichte – Modelle – Debatten. Berlin 2010, S. 9-292)

Begriff des Grundeinkommens, Geschichte der Idee, Protagonist/-innen, verschiedene Themenbereiche im Zusammenhang mit dem Grundeinkommen

Die Kunst des Lebens lernen

Blaschke, Ronald: Die Kunst des Lebens lernen, 2010 (in: Sachsens Linke, Linke Zeitung mit Beiträgen aus Politik, Wirtschaft, Kultur. Parteiisch, politisch, unbequem, Maiausgabe 2010, S. 1)

Die Vorschläge von Rechten bis Linken zur Ankurbelung und antizyklischen Stabilisierung der Wirtschaft, die auf den Theorien von John Maynard Keynes fußen, kennt fast Jede/r. Keynes hat aber weiter gedacht: „Wir werden wieder diejenigen ehren, die uns lehren, der Stunde und dem Tage tugendhaft und gut gerecht zu werden, jene köstlichen Menschen, die zu einem unmittelbaren Genuß der Dinge fähig sind, die Lilien des Feldes, die sich nicht mühen und die nicht spinnen.“

(…)

Basic income and a free activity society. Thoughts on an alternative society

Blaschke, Ronald: Basic income and a free activity society. Thoughts on an alternative society, 2010 (Lecture in Seoul, January 2010)

In my speech, I shall set out possible developments for a society confronted with the following problem: the mode of production, which is largely globalised, is currently facing three crises – an economic crisis, mainly a crisis of surplus production, and of globalised finance capital, an energy and environmental crisis and a fundamental crisis of a society in which people’s primary form of participation is by means of wage and salary employment. A fundamental answer exists to these three fundamental crises: it is time for humankind to become aware of its primary skill – namely people’s capacity for rational thought. Rational thought means considering whether society should produce and consume things at all, what it should produce and consume and how it should produce it and consume it. The following fundamental values can serve as guidance: the plurality of human lifestyles and achievement of sense, individual freedom and free development of skills, together with economic, social and ecological sustainability of production and consumption.

(…)

Grundeinkommensdebatte in Deutschland und grundsätzliche Überlegungen

Blaschke, Ronald: Grundeinkommensdebatte in Deutschland und grundsätzliche Überlegungen, 2010 (Vortrag am 27. Januar 2010 in Seoul, Sogang University, Basic Income International Conference 2010, in: Basic Income Korean Network: Basic Income for All!, Seoul 2010, S. 215-235)

Ich möchte im Folgenden eine kurze Darstellung der Debatte über ein Grundeinkommen in Deutschland seit ca. 30 Jahren geben sowie grundlegende Fragestellungen und Antworten dieser Debatte festhalten.
Dabei werden erstens politische Akteure1 in der Grundeinkommensdebatte in Deutschland aufgelistet und deren Positionen zum Grundeinkommen kurz erläutert. Zweitens werden widersprüchliche Ansätze anhand ausgewählter konkreter Begründungs- und Ausgestaltungsmerkmale für ein Grundeinkommen oder für ähnliche Transfers verdeutlicht, die in Deutschland diskutiert werden. Vor diesem Hintergrund soll zum Abschluss auf grundlegend zu beantwortende Fragen in der Grundeinkommensdebatte hingewiesen werden.

(…)

Wie wir den 1. Mai in kämpferischer Absicht feiern sollten

Blaschke, Ronald:  Wie wir den 1. Mai in kämpferischer Absicht feiern sollten, 2009 (veröffentlicht in Sachsens Linke: Zeitung mit Beiträgen aus Politik, Wirtschaft, Kultur. Parteiisch, politisch, unbequem, Mai 2009, S. 1)

Als ich am 1. Mai 2005 in Dresden die Schloßstraße entlang schlenderte, las ich auf einem Banner: “So wie wir heute leben, werden wir morgen arbeiten.” Stopp mal, hieß das nicht anders – erst arbeiten, dann leben? Das Banner war an Zäunen befestigt. Junge und Ältere hatten es sich davor in Liegestühlen bequem gemacht und die Sonne genossen – mittendrin zwischen den Ständen der vielen Genossen und der Gewerkschafter. “Nö, der Spruch ist schon richtig”, meinte eine  Frau mit langem, braunem Haar. “Wir müssen doch erst mal wissen, wie wir leben wollen und was wir eigentlich brauchen, um gut zu leben. Also ist das gute  Leben Ausgangspunkt jeglicher Bestimmung und Organisation von Arbeit.” Die Kämpferinnen und Kämpfer für gute Arbeitsbedingungen drum herum hielten den  Atem an.

(…)

Globale Soziale Rechte als Globale Politische Rechte der WeltbürgerInnen und das Bedingungslose Grundeinkommen

Blaschke, Ronald: Globale Soziale Rechte als Globale Politische Rechte der WeltbürgerInnen und das Bedingungslose Grundeinkommen, 2008  (erschienen in Klautke, Roland ; Oehrlein, Brigitte (Hg.): Globale Soziale Rechte. Zur emanzipatorischen Aneignung universaler Menschenrechte, Hamburg 2008, S. 56-74)

1. Was politisch getan werden kann, muss zuvor gedacht werden können

Hannah Arendt legte in ihrem Buch „Vita activa oder Vom tätigen Leben“ dar, dass die tätigste menschliche Aktivität das Denken sei. Gemeint ist Denken nicht als Funktion des Gehirns oder als wissenschaftliches Tun um Fakten, sondern als Reflektieren von Welt- und Sinnhaftigkeit menschlichen Daseins. Nun mögen bestimmte gesellschaftliche Verhältnisse zu bestimmten Gedanken drängen. Diese müssen dennoch gedacht (zerlegt, kombiniert, geprüft) werden. Darüber hinaus kann utopisches Denken aufzeigen, dass ein Jenseits zur heutigen Verfasstheit der Welt bereits als Möglichkeit im Diesseits zu finden ist und erkundet, wie die Möglichkeit zur Wirklichkeit werden kann. (…)

Bedingungsloses Grundeinkommen – Ausbruch aus der Marktlogik

Blaschke, Ronald: Bedingungsloses Grundeinkommen – Ausbruch aus der Marktlogik, 2007 (autorisierter Beitrag in der Zeitschrift Berliner Debatte Initial, Jahrgang 18, 2007, Heft 2, S. 53-61)